2016

FSR-Bader: "Mehr Einschränkungen beim gendern in Schulbüchern für ein besseres Textverständnis!"


Foto: www.steiermark.at (Schüttbacher)

Der Freie Schülerring Steiermark brachte am vergangenen Mittwoch durch den Landesobmann Heiko Bader drei Anträge im SiP (Schüler im Parlament) ein. Diese behandelten die Themenkomplexe "Neues Bekenntnis zur Zentralmatura", "Genderfreie Schulbücher" und "Deutsch als Pausensprache". Letzteres wurde aufgrund von Zeitmangel und der noch ausstehenden Debattenfortführung sowie Abstimmung auf die SiP 2017 verschoben.

"Trotz der Anwesenheit von mehreren Schülervertretern welcher keiner Schülerorganisation oder Partei angehören, war eindeutig ein einheitliches Machtgehabe der Vertreter von Schülerunion und Progress sichtbar. Mit dubiosen und total aus dem Kontext gerissenen Argumentationen versuchten die Personen der vorhin genannten Interessenskreise, grundlegende freiheitliche Antragspunkte zu kippen. Scheinbar ist für einige gebundene Schülervertreter der Begriff 'Neutralität' nach wie vor ein Fremdwort!": wetterte LO Heiko Bader.

Bader weiter: "Wir lehnen, unbeschadet zum Bekenntnis zur Gleichberechtigung von Mann und Frau, das konsequente Gendern kategorisch ab. Sprache dient, gerade im Bereich der Elementarbildung, in erster Linie der Verständigung untereinander. Der berechtigte Kampf von Frauen im Hinblick auf Gleichstellung ist auf politischer Ebene und nicht in den Büchern von Schulkindern zu führen."

Inhaltliche Forderungspunkte der Anträge waren unter anderem eine Reform des Benotungsschlüssels für die schriftlichen Reifeprüfungen, keine Beurteilung derselben durch die eigenen Klassenlehrer sondern durch schulfremde Fachprofessoren und die Einführung einer Pre-Klausur zur Leistungsfeststellung, um der Durchschnittsleistung entsprechende Maturabeispiele sicherstellen zu können. Dieser Antrag wurde bedauerlicherweiße durch die Intervention von Schülerunion und Progress abgelehnt.

Der letzte und wohl bedeutendste Antrag wurde aufgrund von Zeitmangel auf die SiP 2017 verschoben. "Grundlegend stehen wir für eine Förderung der deutschen Sprache an den steirischen Schulen im Rahmen des Unterrichts, aber auch für eine vorsorgliche Wahrung der deutschen Sprachkultur in den Pausen. Für eine angenehme und sinnvolle Arbeits- beziehungsweiße Lernatmosphäre, ist unserer Meinung nach eine Obergrenze von maximal 30% an Schülern mit nichtdeutscher Muttersprache pro Klasse am sinnvollsten", so Bader abschließend.

Erstellt am 30.11.2016